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Ballspende für den Schulsport

Zu unserer großen Freude und Überraschung erhielten wir in der Schkola am Dienstag, den 24. August 2010 ein Paket der DLS - Schulsportförderung. Darin waren verschiedene hoch-wertige Sportbälle für den Sportunterricht an unserer Schule. Möglich wurde dies durch die Unterstützung vieler Gewerbetreibender und Firmen aus der näheren Umgebung. Allen Spendern wollen wir ganz herzlich danken.

- Arztpraxis für Allgemeinmedizin Herr Dr. med. Mrosek
- Zahnarztpraxis Frau Dr. med. Georges
- Bernd Rönsch Isolierungen
- Fensterbau Fünfstück
- Baugeschäft Clemens Eichler
- Zahnarztpraxis Frau Dr. med. Strecker
- Dachdecker Udo Heidrich
- Taxi Scholze
- Fleischerei Christa Volkmann
- Fleischerei Bernd Müller
- Bäckerei Jürgen Hartmann
- Wäscherei Gudrun Zachmann


Nochmals vielen Dank Ihr Schkolateam


 
 

Sommer, Sonne, Sonnenschein – Ferienspiele der Schkola Ostritz

In den ersten drei Ferienwochen konnten die Kinder der Ostritzer Schkola mit ihren Mitschülern und Lernbegleitern viel Lustiges erleben. Da die Sonne sich reichlich bemühte, war die Mewa eine angesagte Adresse um sich abzukühlen, zu spielen und zu schwimmen. In der zweiten Woche wurden dann sehr akrobatische, schnelle, verrückte und vor allem sehr nasse Wassersportspiele im Schkolagarten bestritten. Gewinner war jeder und niemand hat es geschafft trocken die Aufgaben zu absolvieren. Als Höhepunkt gab es eine große Wasserschlacht. Etwas trockener dann wurde für die Künstler unter den Kindern Gipsfiguren bemalen und Tontopftiere basteln angeboten. Wunderschöne, bleibende und individuelle Andenken konnten sich die Kinder mit nach Hause nehmen. Auch Ausflüge standen wieder auf dem Programm. Das Olbersdorfer Bad und der Fahrradausflug zu den Tauchritzer Märchenspielen wurden von vielen Kindern gern besucht. Nach den drei erlebnisreichen Wochen starteten viele in den Urlaub mit ihren Eltern. Wir hoffen, dass alle wunderschöne Plätze entdeckt haben, sich entspannen konnten, viel Spaß hatten und nun mit Freude in das neue Schuljahr starten.

Das Team der Schkola

Der Regenbogenfisch…

hieß das Musical, welches die Kinder der Schkola mit viel Fleiß für die neuen Erstklässler und deren Familien einstudiert hatten. Im Festzelt war alles vorbereitet, die Zuckertüten lagen bereit und das Fest konnte eigentlich beginnen. Als sich dann immer größere Pfützen im Festzelt bildeten, musste eine Entscheidung her. Alles sollte in den nahen Gemeindesaal verlegt werden (und am besten recht schnell). Ein großes Dankeschön gilt Herrn Pfarrer Hilbig, der uns den Gemeindesaal ohne lange Überlegung zur Verfügung stellte. Danke sagen wir auch den vielen fleißigen Helfern, die zum Gelingen des Nachmittags beitrugen. Es war eben alles doch ein wenig anders. An Feiern war dann auch in Ostritz nicht mehr zu denken und selbst die Zuckertüten wurden für die neuen Schüler zur Nebensache. Für das Geschehene Worte zu finden, fällt schwer. Ein „unvergesslicher Tag“ sollte es für alle werden… so war es nicht gemeint.
Mit einer Woche Verspätung konnten wir auch an der Schkola in Ostritz in das neue Schuljahr starten. Unsere Biberburg ist leider noch nicht nutzbar, die Kinder fühlen sich trotzdem wohl und auch unsere neuen Erstklässler haben sich eingelebt. Wir freuen uns auf ein tolles Schuljahr und viele schöne Momente mit den Kindern.

Das Team der Schkola Ostritz

Schkola Ostritz empfängt ab Donnerstag wieder Schüler

Obwohl noch kein Strom vor Ort ist, beginnt ab Donnerstag wieder die Schule. Die sanitären Anlagen funktionieren wieder. Nur die Biberburg muss noch gründlich aufgeräumt werden. Dazu gab es am Mittwoch zwei Notstromaggregate.
Die ersten Hilfspakete für entstandenen Schaden treffen auch schon ein und auch unsere Schüler, die alles verloren haben, werden Unterstützung durch die Schkola und ihr Hilfsprogramm erhalten.

Nach Tschechien ist nun auch unsere Hilfe nach Bogatynia gegangen.
 
 
11.08.2010
 
 
 

Schkola Ostritz bleibt geschlossen

Nach dem Hochwasser ist heute am Dienstag, den 10.09. immer noch kein Strom, Trinkwasser vorhanden, auch das Abwassersystem funktioniert noch nicht. Der Keller ist so gut wie leergepumt. Doch Schule kann noch nicht stattfinden. Ab Donnerstag kann ein Schulalltag in der Schkola Hartau ablaufen. Dazu werden Shuttleybusse fahren: Früh um 8:00 Uhr Treffpunkt Schkola Ostritz zur Abfahrt, Rückfahrt Donnerstag ab 16:00 Uhr und Freitag ab 15:00 Uhr ab Hartau.
Anfragen an 03583/ 68 50 31 oder 01729649940

Schkola startet Hilfsaktionen nach Polen und Tschechien

Foto vom 08.08., Quelle LTV
 
10.08.2010

Schkola Ostritz bleibt bis auf weiteres geschlossen -Schkola plant Hilfsaktionen

Nach dem Hochwasser heißt es in Ostritz zum Alltag zurückzukehren. Die Schule ist mit einem blauen Auge davon gekommen, das Wasser erreichte die letzte Stufe, drang nicht ins Gebäude ein. Der gesamte Keller, Jugendclub und Theaterraum und unsere Biberburg jedoch stehen unter Wasser und werden zurzeit von der Feuerwehr leer gepumpt.
Aufräum- und Putzarbeiten im Keller und im Schulgelände können erst beginnen, wenn wieder Strom vorhanden ist.
Derzeit ist Ostritz noch ohne Strom und Trinkwasser. Das Abwassernetz funktioniert nicht. Daher wird die Schkola Ostritz bis Ende der Woche vorerst geschlossen bleiben müssen. Ab Donnerstag wird die Schkola Hartau Ostritzer Schüler, die eine Betreuung benötigen, aufnehmen. Dazu werden wir einen Shuttleverkehr zwischen Ostritz und Hartau einrichten. Die Schüler sollen sich 8:00 Uhr in der Schule einfinden. Für Fragen wird die Teamleiterin jeden Tag vor Ort sein. Auch das Telefonnetz funktioniert noch nicht.
Gleichzeitig beginnt die Schkola mit einer Hilfeaktion für Ihre Partnerstädte und -schulen. Sowohl in Bogatynia und Hrádek werden dringend Kleidung, Nahrungsmittel etc. benötigt.

 


 

Bruno, der Wassertropfen, lädt ein

Am 3. Juni 2010 war es endlich soweit: die Abschlussveranstaltung des Projektes „Die abenteuerliche Reise von Bruno, dem Wassertropfen“, stand an. Begonnen hatte das Projekt des Naturschutzzentrums „Zittauer Gebirge“ an der Schkola Ostritz bereits im September 2009. Damals waren Mitarbeiter des Naturschutzzentrums in die Schkola gekommen, um das Puppenspiel von Bruno, dem Wassertropfen, vorzuführen, und um die Kinder über Wasserkreisläufe und die wichtige Bedeutung des Wassers aufzuklären. Außerdem wurde zur Teilnahme an einem Wettbewerb aufgerufen, an dem auch viele andere Schulen teilnehmen würden.

Mit dem Besuch der Mitarbeiter des Naturschutzzentrums hatte dann die Naturwoche begonnen, die sich auch weiterhin um das Thema Wasser drehen würde, um seine Bedeutung, seine Eigenschaften und seine „Bewohner“ in Flüssen wie der Neiße. Es wurden in dieser Woche Wasserspiele veranstaltet, ein Ausflug ins Klärwerk und an die Neiße unternommen und Plakate gestaltet. Und trotz eines Krankheitsfalles war die Woche ein voller Erfolg.

Die Abschlussveranstaltung des Projektes fand im Trixi-Park in Großschönau statt, da eine enge Zusammenarbeit zwischen Naturschutzzentrum und Trixi-Park stattgefunden hatte. Im Foyer des Hallenbades wurde die Wanderausstellung vorgeführt, bei der die eingereichten Exponate der jeweiligen Schulen gezeigt wurden. Nach der Anmeldung und Aufteilung der Gruppen ging es los: Stationen waren die Finnhütte, in der die Geschichte von Trixi vorgelesen wurde, sowie die Sauna für fünf Minuten „Dauerschwitzen“. An der Rutsche herrschte manchmal ein wenig Gedrängel, aber im Becken ging es fast noch heißer her: bei den Wasserspielen hieß es „Jungs gegen Mädchen“, und beide Gruppen legten sich ins Zeug, um zu siegen.
Allzu bald mussten sich alle wieder umziehen, denn es ging zum Mittagessen und danach zu zwei weiteren Stationen: zur Bastel- und Snackstation vor dem Kletterwald, und einer weiteren Station im Kletterwald, mit Führung und Erklärung der Kletteranlagen. Ganz zuletzt fand ein Puppenspiel im Feriendorf statt, bei dem Bruno und seine Freunde ein neues Abenteuer erlebten.

Die Kinder hatten an diesem Tag viel Spaß, doch durch die große Anzahl an Kindern (es waren mehrere Schulen anwesend) war es vor allem beim Mittagessen und Umziehen recht stressig; außerdem war die Zeit bei manchen Stationen sehr knapp bemessen, sodass es manchmal so schien, als bräuchte man mehr Zeit, um von Station zu Station zu gehen, anstatt genug Zeit bei den Stationen an sich zu haben.
Insgesamt war die Veranstaltung aber gut organisiert und die Stationen waren sehr schön und kindgerecht gestaltet. Den Kindern gefiel es, sich im Wasser auszutoben und den Trixi-Park zu entdecken, und es wurde gezeigt, dass Wasser nicht nur zum Überleben, sondern manchmal auch für den Spaß wichtig ist.

Maria Schüller (FÖJ)


 

Sport frei!

Der 12. Mai war offensichtlich kein wirklich guter Tag für ein Sportfest.
Schon am frühen Morgen warfen Lernbegleiter und Kinder der Schkola bange Blicke zum wolkenbedeckten Himmel – hoffentlich würde das Sportfest nicht ins Wasser fallen (wortwörtlich)!

Zum Glück hielt das Wetter, es blieb kühl, aber trocken, und am Vormittag kamen die Schüler der Schkola zum Sportplatz, auf dem Peter, Liane und Maria schon alles vorbereitet hatten. Disziplinen waren an diesem Tag für alle: Weitsprung, Schlagballweitwurf und Sprint über 50 Meter (für die 1. bis 3. Klasse) und 100 Meter (für die 4. und 5. Klasse). Außerdem gab es noch für alle, die sich fit genug fühlten, nach diesen Disziplinen einen Lauf über 400 und über 800 Meter.

Aber der Reihe nach: zuerst wurden die Klassen aufgeteilt, also in die 1., 2., 3., und 4./5. Klasse, und danach ging es schon los. Gruppenführer wurden ausgewählt, die die Listen der jeweiligen Klassen verantwortungsvoll mit sich trugen, damit die Werte der Disziplinen immer aufgeschrieben werden konnten.
Am Sprint waren Cathrin und Gosia zum Zeit stoppen bereit, Antje und Birgit maßen die Weite beim Weitsprung, und Peter, Liane, Thomas und Maria waren beim Weitwurf und rannten den Bällen hinterher.
Etwa bis nach 10 Uhr dauerten die Disziplinen an, wurden Bälle geschleudert, so weit wie möglich gesprungen und so schnell wie möglich gerannt. Dann folgte der beliebte 400-Meter-Lauf, bei dem aus allen Klassen Kinder teilnahmen. Beim 800-Meter-Lauf schließlich liefen fast nur Jungs der 4./5. Klasse, aber auch eine mutige Drittklässlerin.

Erschöpft, aber auch stolz auf ihre Leistungen gingen die Schüler schließlich zum Mittagessen (Wiener Würstchen) zur Schkola zurück, und warteten gespannt auf die Siegerehrung, die im Büro eifrig von Liane, Maria und Gosia vorbereitet wurde. Nach einer Weile waren alle „Treppchenbesteiger“ ermittelt und alle Urkunden beschrieben, und die Siegerehrung wurde von Liane durchgeführt.

Die Abräumer des Sportfestes waren Marius und Konstantin (beide 1. Klasse), Jannik, Jakob und Vanessa (2. Klasse), sowie Kai, Richard und Josi (3. Klasse) und Vincent und Leonie (5. Klasse).
Besondere Erwähnung verdienen noch die 800-Meter-Läufer: die Manni-Klässler Vincent, Josef, Richard, Niklas, Lukas, Noah und Lennart, sowie die ausdauernde Maja-Klässlerin Nicola.

Alles in allem war das Sportfest ein großer Erfolg: die Kinder bewiesen ihre Ausdauer und Kraft, stellten „persönliche Rekorde“ auf, und am Ende erhielt
jeder eine Urkunde, ob auf einem Treppchenplatz oder nicht. Vor allem aber hatten die Kinder Spaß, und das ist doch die Hauptsache.
In diesem Sinne kann man also nur noch sagen:
SPORT FREI!!

Maria Schüller

 
 

Herzlich Willkommen,

schön dass du da bist, wir wollen miteinander fröhlich sein...

...so erklang ein Lied am 13. April 2010 zur Begrüßung der neuen Erstklässler in der Schkola in Ostritz.
Die zukünftigen Erstklässler der Max- und Majaklasse wurden ganz herzlich von zwei Lernbegleitern und Max dem Biber mit seiner Freundin Maja begrüßt. Interessiert hörten die Kinder zu, wie sich denn die Biber hier niedergelassen haben und berichteten auch von sich selbst. Nach dieser schönen Kennenlernrunde unterhielten sich alle gemeinsam über das Leben an der Schkola und lösten schon erste Aufgaben. „Schlau sind sie alle“ – das sagte der Biber Max über die Kinder. Alle tanzten noch gemeinsam quer durchs Klassenzimmer und dann war schon die erste „Schnupperstunde“ vorbei.
Es folgten noch einige der „Schnupperstunden“ - so zum Beispiel eine Reise mit dem Biber, Trommeln, Basteln, Zahlenzauber, polnische Spiele und eine Erkundungsreise durch die Natur.
Wir freuen uns auf euch und sagen „Herzlich Willkommen“ an der Schkola in Ostritz den Schulanfängern:

Julia L., Esther P., Johanna S., Hannah L., Anna F., Lysann J., Anna -Lea K., Lucas Sch., Elias E., Gustav W., Niklas H. und Gustav B.

Die Lernbegleiter der Schkola Ostritz


 

Besuch aus Japan und der Zucchinikönig

An einem sonnigen Tag im März kündigte sich bei uns an der Schkola in Ostritz ein Besucher aus Japan an. Wir waren sehr gespannt und ehrlich auch ein wenig aufgeregt. Eines muss ich vorab noch kurz erwähnen: die Max- Klasse hatte in der vorangegangenen Woche im Rahmen des Projektes „Unsere Klasse is(s)t klasse“ eine Gemüsekonferenz abgehalten. Jede Gruppe durfte sich ihr Lieblingsgemüse wählen und musste nun den Zucchinikönig davon überzeugen, dass gerade dieses Gemüse gut für seine Suppe sei. Manche Kinder waren etwas traurig, dass der Zucchinikönig nicht selbst an der Konferenz teilnehmen konnte… Aufgeregt tuschelten einige Erstklässler durcheinander, als der Gast aus Japan herein kam. Ein mutiges Mädchen fragte mich leise: „Ist das denn jetzt der Zucchinikönig?“
Als ich diese kleine Episode später Goro Christoph Kimura erzählte, sagte er lachend: „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich auch verkleidet als Zucchinikönig gekommen.“
Begeistert schauten einige Kinder zur Tafel, als ihre Namen in japanischer Sprache dort standen.

Gern beantwortete Dr. Kimura einige Fragen:

1. Aus welchem Grund sind sie nach Deutschland gereist?

Wir haben in Japan ein Forschungsprojekt zum Thema „Sprachgrenzen“. Dabei werden verschiedene Sprachgrenzen in Europa untersucht. In diesem Projekt beschäftige ich mich mit der "germanisch-slavischen" Sprachgrenze. Im Gegensatz zu fließenden Sprachgrenzen, z.B. zwischen den romanischen Sprachen, handelt es sich bei der deutsch-polnischen Grenze um eine scharfe Sprachgrenze. Ich wollte mich vor Ort informieren, wie mit dieser Grenze umgegangen wird. In Bezug auf die Bildung, ob und wie die Grenze als Chance für die Mehrsprachigkeit und Interkulturalität genutzt wird.

Wie sieht Ihre Arbeit in Tokyo aus?

Ich arbeite an der Fakultät für Auslandsstudien an der Sophia-Universität in Tokyo. Dort unterrichte ich Deutsch und Soziolinguistik.

Welche Sprachen beherrschen Sie und warum interessieren Sie sich gerade für diese?

Ich bin in Japan aufgewachsen, aber Deutsch ist meine Muttersprache im wörtlichen Sinn, weil meine Mutter Deutsche ist. Zu Hause haben wir Deutsch und Japanisch gesprochen. In der Schule kam dann noch Englisch dazu. Als Nachbarsprache von Japan habe ich auch etwas Chinesisch gelernt. Dadurch, dass meine Großeltern als Flüchtlinge aus Polen nach Deutschland gekommen sind, habe ich viel von Polen gehört. So wollte ich als Student über die deutsch-polnischen Beziehungen studieren. Dann bin ich aber auf dem Weg nach Polen den Sorben begegnet, und da mich ihre gelebte Zweisprachigkeit interessierte, habe ich Sorbisch gelernt und darüber meine Dissertation geschrieben. Und jetzt freue ich mich, dass ich durch das Forschungprojekt auch zu den deutsch-polnischen Beziehungen gekommen bin. Sorbisch spreche ich inzwischen einigermaßen fließend, Polnisch leider nur etwas.

Auf der Bildungsmesse in Görlitz sind Sie auf unsere Schkola aufmerksam geworden. Wir freuten uns sehr über Ihren Besuch. Was hat Ihnen besonders gefallen?

Es war schon von Anfang an voller Überraschungen. Mir wurde gesagt, dass mich zwei Mädchen durch die Schule führen würden. Ich dachte, es handelt sich wohl um Praktikantinnen oder angehende Lehrerinnen. Da tauchten vor mir zwei Schülerinnen auf, die mich tatsächlich kompetent durch alle Zimmer führten und mir die Schule erklärten! Das fand ich schon mal ganz toll.
Dann konnte ich beobachten, wie Polnisch in den Schulalltag integriert ist. Das Wichtigste ist, dass die Kinder den Kontakt zu den Nachbarn als etwas Natürliches empfinden und mit Polnisch positive Erfahrungen machen können.
Außer meines ursprünglichen Interesses am sprachlichen Aspekt war es für mich besonders interessant, altersgemischte Gruppen zu sehen. Diese Idee wird nämlich in Japan auch diskutiert und zum Teil auch schon praktiziert.

Welche Besonderheiten gibt es im japanischen Bildungssystem?

Es gibt keine Teilung der Bildungswege nach der Grundschule. Nach der 6-jährigen Grundschule und der 3-jährigen Mittelschule, die zur Schulpflicht gehören, besuchen über 90% die Oberschule.
Traditionell lernen Schüler gleichen Alters in einer Klasse, alle lernen das Gleiche im Frontalunterricht nach einheitlich vorgeschriebenem Stundenplan. Auswendig lernen wird oft mehr gefördert als kreatives Denken und Handeln. Der Vorzug dabei war, dass in japanischen Schulen alles sehr geordnet und diszipliniert verläuft. Das ist aber leider inzwischen auch nicht mehr immer so. Und es muss auch gefragt werden, ob das bisherige System überhaupt den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht wird, in der mehr Selbstinitiative, Flexibilität und Kreativität gefragt sind.

Wie schätzen Sie das Konzept der Schkola ein?

Die Einführung altersgemischter Klassen scheint mir zukunftsweisend zu sein. Es wäre schön, wenn Mehrsprachigkeit und ökologische Ausrichtung unverzichtbarer Bestandteil aller Schulen werden würden. Ich wünsche der Schkola weiterhin viel Erfolg und gute Ideen für ihre Vorreiterrolle als Schule im Grenzgebiet.

Danke für die Beantwortung der Fragen und liebe Grüße nach Tokyo
Cathrin Wendler


Anerkennung nun endlich da!

Am Freitag erhielt die Schkola in Ostritz knapp vier Jahre nach ihrer Gründung die staatliche Anerkennung. Damit ist sie die vierte anerkannte Schule des Schulträgers im Landkreis Görlitz, neben der Mittelschule in Jonsdorf und der Hartauer und Oberländer Grundschule. Die Anerkennung wird einer freien Schule nach einer umfänglichen fachlichen und inhaltlichen Prüfung durch den Freistaat verliehen. Dabei wird geprüft ob die Genehmigungsvoraussetzungen eingehalten werden. Dazu zählen zum Beispiel die Überprüfung der Lehrplaninhalte und des Lehrpersonals sowie der räumlichen Bedingungen. Die Anerkennung bedeutet aber nicht, die „Gleichartigkeit“ mit den staatlichen Schulen. Freie Schulen können zu diesen in ihrer Schulorganisation und in den pädagogischen Inhalten abweichen. Die Schkola Ostritz hat sich in den zurückliegenden Jahren einen Namen als europäische Umweltmodellschule gemacht. Im zurückliegenden Jahr erhielt sie hierfür den sächsischen Umweltpreis. Das Konzept der „nachhaltigen Erziehung“ bestimmt den Schulalltag der Kinder und durchzieht den gesamten Lehrplan. So wird aber auch hier wie an allen Schkola’s der Region in altersgemischten Lerngruppen gearbeitet, treffen sich die Kinder wöchentlich mit ihren Nachbarn in Polen und basiert das Konzept auf dem selbständigen Arbeiten. Mit der Anerkennung würdigt nun auch der Freistaat die Aufbauarbeit der Mitarbeiter und Eltern.
Mit Beginn des neuen Schuljahres plant der Schulträger nun die Erweiterung der Grundschule bis Klasse 6.
 
26.01.2009

Schkola Ostritz bekommt sächsischen Umweltpreis

Ehrung für die modellhafte Pädagogik der Nachhaltigkeit

Es war kurz vor sieben, als der Laudator, Herr Ullrich von der Freien Presse, in geheimnisvollen Worten, das besondere ehrenamtliche und umweltökologische Engagement um eine nachhaltige und ganzheitliche Bildung und Erziehung an einer Schule im unmittelbaren Grenzraum würdigte und anschließend den Staatssekretär des sächsischen Umweltministerium, Dr. Jürgen Staupe bat, den Preisträger zu benennen. Die meisten der rund 300 geladenen Gäste im Kulturhaus „Aktivist“ von Bad Schlema ahnten da bereits, dass der Gewinner die Schkola in Ostritz sein würde. So richtig glauben konnten das die Kindern, Eltern, Fördervereinsmitgliedern und Mitarbeitern da noch nicht. Erst als die Übergabe der Plakette und des Schecks über 15.000 Euro auf der Bühne erfolgte wurde es auch für sie Realität. Die Schkola Ostritz ist damit Preisträger des sächsischen Umweltpreises 2008. Der alle zwei Jahre ausgelobte Preis wurde in drei Kategorien vergeben. Prof. Dr. Klaus Töpfer, Umweltbundesminister a.D. erinnerte in seiner packenden Festrede daran, dass insbesondere die junge Generation an die Verantwortungsteilung heran geführt werden müsse. Die Welt von Morgen wird Anders sein.
Anders wird auch der Schultag heute in Ostritz beginnen. Die Kinder werden alle zum Eis eingeladen. Das nämlich wünschte sich Feli auf die Frage des Moderators, was sie denn nun mit dem ganzen Geld machen möchte.
 
 
18.06.2008
 

Hörspiel: Der Erpresserbrief

Jasmin lebt mit den zwei Katzen Oskar und Moritz sowie dem Hund Maxi in einem Wald. Eines Tages werden die Katzen entführt. Jasmin bekommt sie nur zurück, wenn sie dem Wald für immer verlässt. Da beginnt Jasmin die spannende Suche nach ihren Freunden ...

Das Hörspiel wurde entwickelt, gesprochen und aufgezeichnet von Schülern der Schkola Ostritz. Es entstand in der ersten Hälfte des Schuljahres 2008/2009.

Technische Voraussetzung: Flash Player 10

Link zur Anmeldung für die Erlebnisferien unserer Schkola-Schulen in den Sommerferien 2010:
www.schkola.de/de/cms/de/158/Termine-&-Infos-fuer-Eltern/Ob?
Vielfalt tut gut. Sag JA zu FREIEN SCHULEN. Gegen Kürzungen im Bildungsbereich.
Freie Schulen sollen ab dem Schuljahr 2011/12 in der Finanzierung bis zu 20% gekürzt werden:
Erschweren von Neugründungen und Kürzungen bei bestehenden Schulen.
SPENDENAUFRUF!!
FSV, `Schkola` e.V.
Vishwaneedam
Nummer: 3000 025 870
BLZ: 805 501 00
SPK Ob. - Nieders.
Vishwaneedam
Die Schkola hat die Schirmherrschaft für den Aufbau einer Schule in Indien übernommen und unterstützt dies aktiv. Dafür brauchen wir auch Deine Hilfe!!
PAL- PrAxis erLeben
Ein gemeinsames Projekt des Rotaryclub Oberlausitz und der Schkola.
Neue Perspektiven entdecken.
Letzte Aktualisierung:
06. September 2010
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